Die 12 häufigsten Fragen zur Umstellung auf Gruppenhaltung: Fragen und Antworten unserer Experten

Von: Sylven Blouin, Agr. und Amanda Uitermarkt, M.Sc.

Sie haben sich entschieden. Sie wollen auf Gruppenhaltung im Wartebereich umstellen. Was auch immer die Gründe für diese Umstellung sind, die Einhaltung der in Ihrem Land geltenden tierschutzrechtlichen Vorschriften lässt viele Fragen aufkommen. Wir können Ihnen versichern, dass Sie nicht der einzige sind, dem es so geht. Jeder Sauenhalter, der diese Umstellung hinter sich hat, hat diese Phase der Unsicherheit durchlaufen und mindestens ebenso viele Fragen gehabt.

In diesem Artikel greifen wir die häufigsten Fragen unserer Kunden auf und werden sie beantworten. Außerdem stellen wir verschiedene Ansätze aus Forschungsarbeiten und/oder Vorträgen zu diesem Thema vor. Sie werden sehen, dass es viele Parameter gibt, die bereits vor dem Projektstart berücksichtigt werden müssen.

Hier sind unsere Antworten auf Ihre Fragen!

  1. Was kostet die Umstellung auf Gruppenhaltung?
  2. Muss ich mit einer neuen Herde von vorne anfangen oder kann ich meine vorhandene Herde behalten?
  3. Muss ich meine Herde verkleinern, wenn die Stallgrundfläche gleichbleibt?
  4. Der Wartebereich: Was ist besser? Statisches oder dynamisches Gruppenmanagement?
  5. Können Jungsauen und Altsauen in der gleichen Bucht gehalten werden oder brauchen Jungsauen eine eigene Bucht?
  6. Wann ist der beste Zeitpunkt nach der Besamung, um Sauen in die Gruppenhaltung einzustallen, ohne dass es zu Verlusten bei der Abferkelrate kommt?
  7. Kann ich meinen vorhandenen Boden behalten?
  8. Soll ich in ein elektronisches Fütterungssystem investieren oder nicht?
  9. Wieviel Fläche sollte pro Sau eingeplant werden?
  10. Wird es mehr Rangkämpfe geben und zu mehr Entnahmen kommen? Und wie lassen sich Aggression oder schlechtes Sauenverhalten reduzieren?
  11. Wird sich meine Produktivität verringern?
  12. Wie stark wird sich eine Umstellung auf meine Arbeit und die Aufgaben meiner Mitarbeiter auswirken?

Gestating Pen Design with Gestal 3G in loose-housing

Was kostet die Umstellung auf Gruppenhaltung?


UNSERE ANTWORT: EINE LÖSUNG, DIE HEUTE WENIG KOSTET, FÜHRT LANGFRISTIG ZU HOHEN KOSTEN, WÄHREND EINE LÖSUNG, DIE HEUTE ETWAS TEURER IST, LANGFRISTIG MEHR PROFITABILITÄT VERSPRICHT

Das ist DIE mit Abstand am häufigsten gestellte Frage. Es gibt in dieser Gleichung so viele unterschiedliche Variablen, dass wir wahrscheinlich zehn Artikel nur zu diesem einen Thema schreiben könnten. Behalten Sie im Hinterkopf, dass es nicht das eine perfekte System gibt, aber es gibt durchaus Lösungen, die sehr nah dran sind!

Auf der einen Seite gibt es Fütterungssysteme für die Gruppenhaltung, die nur sehr geringe Investitionskosten verursachen, wie Boden- oder Trogfütterung (PSC). Diese Lösungen sind mittel- oder langfristig aber deutlich teurer. Auf der anderen Seite sind die Investitionskosten für eine elektronische Sauenfütterung (ESF) wie das Gestal 3G am Anfang zwar etwas höher, zahlen sich aber kurz-, mittel- und langfristig aus. Auch sollte man im Blick behalten, dass Tierschutz und Mitarbeiterschutz Hand in Hand gehen müssen…

Wir empfehlen, ein System einzuführen, mit dem Sie und Ihre Mitarbeiter sich wohlfühlen, da es sich hierbei immer um eine langfristige Investition handelt. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht im technologischen Sinne „auf der Strecke bleiben“. Wir haben schon oft gesehen, dass Händler ihr Geschäft aufgegeben haben und Sauenhalter plötzlich mit der gekauften Technik alleine dastehen, ohne Ersatzteile oder technischen Support.

Muss ich mit einer neuen Herde von vorne anfangen oder kann ich meine vorhandene Herde behalten?


UNSERE ANTWORT: DAS KOMMT AUF IHRE HERDE AN

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns fragen, ob wir mit der Systemumstellung gleichzeitig in anderen Betriebsbereichen größere Reparaturen oder Umbaumaßnahmen durchführen wollen. Wenn die Antwort auf diese Frage „Ja“ lautet und der Abferkel- oder Besamungsbereich umgestaltet werden muss, hat ein Festhalten an der vorhandenen Herde wahrscheinlich kaum Vorteile. Reparaturen/Umbaumaßnahmen brauchen viel Platz, wenn sie vernünftig durchgeführt werden sollen. Wenn die Stalleinrichtung noch in Ordnung ist, können Sie Ihre ursprüngliche Herde höchstwahrscheinlich behalten.

Bedenken Sie aber, dass die Umstellung einer Herde, die an individuelle Kastenstände gewöhnt ist, auf Gruppenhaltung häufig eine Herausforderung darstellt. Viele Sauenhalter, die ihre ursprüngliche Herde behalten haben, hatten nach der Umstellung auf Gruppenhaltung eine erhöhte Entnahmerate für den kompletten Durchgang.

Wenn Sie die Gelegenheit nutzen wollen, um die Kopfzahl Ihrer Herde zu erhöhen, sieht es etwas anders aus. Wenn die Herde vergrößert werden soll und sich auch die Grundfläche vergrößert, haben Sie genug Fläche, um die Tiere während der Reparatur- oder Umbauarbeiten unterzubringen. In diesem Fall behalten die meisten Sauenhalter ihre vorhandene Herde.

Wie ist der Gesundheitszustand Ihrer Ursprungsherde? Wenn Sie Probleme mit Krankheiten haben, die die Produktivität und damit auch Profitabilität Ihrer Herde beeinflussen, kann dies ein guter Zeitpunkt sein, um mit einer neuen Herde mit einem besseren Gesundheitszustand neu anzufangen. Sprechen Sie hierüber mit Ihrem Tierarzt, damit Sie auch hier die richtige Entscheidung treffen!

die richtige entscheidung treffen

Muss ich meine Herde verkleinern, wenn die Stallgrundfläche gleichbleibt?


UNSERE ANTWORT: NICHT UNBEDINGT

Ziemlich häufig ist es gar nicht möglich, ein vorhandenes Gebäude zu vergrößern, sei es aus Budgetgründen oder aufgrund von fehlenden Genehmigungen. Je nach gewähltem Fütterungssystem, ist es manchmal durchaus möglich, bei der Umstellung auf Gruppenhaltung die Herdengröße beizubehalten, auch wenn sich die Stallgrundfläche nicht vergrößert. Die Gestaltung des Wartebereichs unterscheidet sich in den unterschiedlichen Gruppenhaltungssystemen stark voneinander. Manche Layouts können besser an den bereits vorhandenen Grundriss angepasst werden als andere.

Wir empfehlen Ihnen dringend hierzu einen Spezialisten zu kontaktieren, der Sie bei der Stallplanung bzw. der Planung des Wartebereichs fachmännisch unterstützt.

Der Wartebereich: Was ist besser? Statisches oder dynamisches Gruppenmanagement?


UNSERE ANTWORT: DAS KOMMT AUF DIE PRODUKTIONSMETHODE AN

Für ein dynamisches Buchtenmanagement wird mehr Equipment benötigt

Bei einem dynamischen Buchtenmanagement werden Sauen mit unterschiedlichen Abferkelterminen in der gleichen Wartebucht gehalten. Das heißt, Sauen am 40. Trächtigkeitstag sind in der gleichen Bucht, wie Sauen, die kurz vor dem Übergang in den Abferkelbereich stehen. Um eine dynamische Gruppe von Sauen gut zu managen, braucht man idealerweise ein Sortier- oder Markiersystem. Hier lohnt es sich, einen Blick auf intelligente oder technologisch fortschrittliche Futterautomaten zu werfen, da diese zwischen der Ohrmarke und dem RFID Lesegerät kommunizieren können. Diese Art von Futterautomat erkennt die Sau, wenn sie die Station für eine Mahlzeit betritt und kann sie beispielsweise mit einer Sprühmarke markieren.

Ein statisches System braucht nur sehr wenig Management in der Gruppenhaltung

Beim statischen Buchtenmanagement werden alle Tiere eines Durchgangs in einer Bucht gehalten. Diese werden dann alle zur gleichen Zeit in den Abferkelbereich umgestallt.

Können Jungsauen und Altsauen in der gleichen Bucht gehalten werden oder brauchen Jungsauen eine eigene Bucht?


UNSERE ANTWORT: IDEALERWEISE HABEN JUNGSAUEN EINE EIGENE BUCHT, ABER JUNG- UND ALTSAUEN ZU MISCHEN KANN AUCH EINEN POSITIVEN NEBENEFFEKT HABEN.

Jungsauen in einer separaten Bucht zu halten hat einen Vorteil

Das ist ein sehr sensibles Thema. In der Literatur gibt es Hinweise, dass Sauenhalter davon profitieren Jungsauen und Altsauen separat zu halten. Dies basiert vor allem auf der Tatsache, dass ein Mischen von Jung- und Altsauen das Aggressionsrisiko steigern kann, was wiederum zu Aborten oder höheren Entnahmeraten führt oder zur Folge hat, dass die Jungsauen in ihrer ersten Trächtigkeit nichts mehr fressen, weil sie Angst haben, den Fütterungsbereich zu betreten.

Wie lassen sich Jungsauen und Altsauen am besten mischen

Nicht überall lassen sich Jungsauen und Altsauen separat einstallen. Oft sprechen die Größe der Herde oder zu kleine Jungsauenbuchten gegen eine Separation. Hier müssen dann Jungsauen zusammen mit Altsauen eingestallt werden. In dieser Situation muss dann das Layout der Bucht und die Gestaltung der einzelnen Bereiche entsprechend angepasst werden. Häufig werden mehr Futterstationen und insgesamt mehr Fläche pro Tier eingeplant, etc. Jungsauen mit kleineren WN1-WN2 Sauen zu mischen kann auch vorteilhaft für das Selbstlernverhalten der Jungtiere an den Futterstationen sein. Dieser Artikel von Amanda Uitermarkt, M.Sc. erklärt das Warum und Wie.

Wann ist der beste Zeitpunkt nach der Besamung um Sauen in die Gruppenhaltung umzustallen, ohne dass es zu Verlusten bei der Abferkelrate kommt?


UNSERE ANTWORT: AN TAG 0-4 ODER NACH DEM 35. TRÄCHTIGKEITSTAG.

Der richtige oder falsche Zeitpunkt der Umstallung hat großen Einfluss auf den Stallgrundriss, die Bau-/Umbaukosten und auf die Produktivität.

In Studien ist übereinstimmend festgestellt worden, dass es vermieden werden sollte, Tiere nach dem 4. oder vor dem 35. Trächtigkeitstag umzustallen. Der gewählte Zeitpunkt hat Auswirkungen auf das Stalllayout, da je nach Produktionsbereich eine unterschiedliche Anzahl an Plätzen benötigt wird, was bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden muss. Dr. Lori Thomas erklärt, warum das Mischen der Sauen unbedingt vor oder nach der Implantation erfolgen sollte.

External source : Knox et al, Journal of Animal Science April 2014

Breeding crates and breeding section in a 3000 heads sow-farm

Kann ich meinen vorhandenen Boden behalten?


UNSERE ANTWORT: DAS HÄNGT VOM GEWÄHLTEN FÜTTERUNGSSYSTEMS AB

Betonboden aufzubrechen und die Spaltenböden auszuwechseln, kostet viel Geld und ist eine Menge Arbeit. Diese Umbaumaßnahme kann richtig teuer werden, vor allem, wenn die Herde für die Dauer des Umbaus verkleinert werden muss oder sich die Umstallung entsprechend verzögert.

Auch hier hat das gewählte Fütterungssystem großen Einfluss auf die finale Entscheidung. So kann zum Beispiel nicht vom Boden aus gefüttert werden, wenn nur 1 oder 2 Meter an geschlossener Bodenfläche zur Verfügung stehen. Es gibt allerdings auch Fütterungssysteme, wie zum Beispiel das Gestal 3G, die auf jeder Art von Boden installiert werden können. In diesem Fall kann der bereits vorhandene Boden weiterverwendet werden.

Für mehr Informationen wie man einen Stall kostengünstig umbauen kann empfehlen wir diesen Artikel.

Soll ich in ein elektronisches Fütterungssystem investieren oder nicht?


UNSERE ANTWORT: JA, UNBEDINGT!

Intelligente Fütterungssysteme sind zuverlässig und profitabel

Wir müssen heute die Ergebnisse, die sich mit ausgeklügelten elektronischen Futterautomaten erreichen lassen, nicht mehr verteidigen. Diese Futterautomaten ermöglichen ein besseres individuelles Futtermanagement, senken die Futterkosten und können über die individuelle Kontrolle des Körperzustands sogar die Reproduktionsleistung verbessern. Die Vorteile lassen sich leicht ausrechnen: bei einer Einsparung von 30-40 kg Futter pro Sau pro Jahr, lohnt sich die Investition in einen intelligenten Futterautomaten.

Entscheiden Sie sich für ein zertifiziertes Fütterungssystem

Wenn Sie sich nach einem intelligenten Futterautomaten oder einer ESF Station umschauen, empfehlen wir, auf eine IP66/Nema 4X Zertifizierung zu achten. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass möglichst wenige mechanische Teile verwendet werden. Nutzen Sie diesen Leitfaden zur Unterstützung.

Sind diese Systeme zuverlässig? Gestal ist seit mehr als 25 Jahren auf dem Markt. Die Produkte gelten als sehr robust. Sie sind wasser- und staubgeschützt und werden im eigenen Betrieb mit 2200 Sauen auf Herz und Nieren geprüft.

Viel Technik kann Sauenhalter entmutigen oder abschrecken. Aber schauen Sie sich mal die heute verwendeten Kommunikations- und Lüftungssysteme im Stall an. Die Technik hat Einzug gehalten und wird bleiben und sich weiterentwickeln. Sie sollten keine Angst haben, sie zu nutzen. Meistens ist die Anwendung zudem deutlich einfacher als es im ersten Moment aussieht.

Wieviel Fläche sollte pro Sau eingeplant werden?


UNSERE ANTWORT: MINDESTENS 1,8 m2 (19 sq.ft)/ TIER IN KANADA ODER 1,8-1,9 m2 (19-20 sq.ft) in den USA

In Europa, Kanada und anderen Ländern müssen bestimmte Mindestanforderungen beim Tierschutz eingehalten werden. Alle weiteren Faktoren, die einen Einfluss auf das Wohlbefinden der Sauen haben, hat der Sauenhalter selbst in der Hand. Hierzu gehören das gewählte Fütterungssystem genauso wie die Genetik und die Entscheidung für eine dynamische oder statische Gruppenhaltung, aber auch die Frage, ob man Jung- und Altsauen in der gleichen Gruppe halten möchte.

In Kanada wird beispielsweise eine Fläche von 1,8 m2 (19 sq.ft) pro Tier in einer Bucht, die ausschließlich mit Altsauen belegt ist, empfohlen. Dies ist in der Tat eine Mindestanforderung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass mehr Bodenfläche zu besserem Verhalten führt. Das hat natürlich unmittelbare Auswirkungen auf das Budget/die Investitionskosten, weshalb hier unbedingt ein detailliertes Gespräch mit einem Spezialisten stattfinden sollte. Viele Sauenhalter zeigen auch eine gewisse Weitsicht und gehen über die Mindestanforderungen hinaus, um den gesetzlichen Anforderungen auch in der Zukunft zu genügen.

Wird es mehr Rangkämpfe geben und zu mehr Entnahmen kommen? Und wie lassen sich Aggression oder schlechtes Sauenverhalten reduzieren?


UNSERE ANTWORT: NATÜRLICH. ABER OB SICH DAS PROBLEM VERRINGERT ODER VERSTÄRKT HÄNGT MAßGEBLICH VOM GEWÄHLTEN FÜTTERUNGSSYSTEM AB

Natürlich wird es unter den Tieren zu Kämpfen kommen. Das ist völlig normal, da die Sauen die Rangordnung innerhalb der Gruppe bestimmen müssen und entsprechende Kämpfe Teil des Prozesses sind. Schweine legen keinen Wert auf Demokratie. Es gilt das Gesetz des Stärkeren!

Leider ist es auch so, dass es zu höheren Entnahme- und Mortalitätsraten kommen kann. Auch Klauen- und Beinprobleme treten in der Gruppenhaltung häufiger auf als in der Einzelhaltung.

Glücklicherweise können wir die Schwere, Frequenz und die Auswirkungen von Kämpfen durch ein gutes Buchtendesign und durch den Einbau verschiedener Elemente in der Bucht (Trennwände) deutlich verringern. Fütterungssysteme ohne Konkurrenzdruck wie ESF oder freizugängliche Fütterungsstationen wie Gestal 3G können ebenfalls dazu beitragen einen Großteil an Aggression während der Mahlzeiten zu verhindern.

Wird sich meine Produktivität verringern?


UNSERE ANTWORT: NEIN! NICHT, WENN BEI DER UMSETZUNG ALLES RICHTIG GEMACHT WIRD! ES IST SOGAR MÖGLICH, DASS ES ZU EINER STEIGERUNG DER PRODUKTIVITÄT KOMMT!

Wenn wir uns bisher veröffentlichte Daten anschauen, gibt es Herden, die einen Rückgang der abgesetzten Ferkel pro Sau pro Jahr zeigen, es gibt aber auch Herden, bei denen es genau andersherum ist. Sicher ist auf jeden Fall, dass die meisten Sauenhalter, die die Umstellung hinter sich haben, nicht mehr zurück zur Einzelhaltung wechseln würden. Das Verhalten der Herde hat sich zum Besseren verändert. Die Tiere sind ruhiger, fressen besser und sind insgesamt leistungsstärker. Aber auch hier lässt sich direkt ein Zusammenhang zum gewählten Fütterungssystem und der gewählten Gruppenform herstellen.

Wenn es zu Verlusten in der Produktivität kommt und die oben beschriebenen Punkte alle optimal umgesetzt wurden, sind diese Verluste normalerweise nur temporär, bis sich die Herde an die neue Haltungsform gewöhnt hat.

Wie stark wird sich eine Umstellung auf meine Arbeit und die Aufgaben meiner Mitarbeiter auswirken?


UNSERE ANTWORT: DIE AUFGABEN WERDEN SICH VERÄNDERN/WEITERENTWICKELN

Group-Housing management with the Vision mobile app in gestation

Diese Frage wird uns wirklich oft gestellt, weil Neuerungen häufig mit Sorge betrachtet werden. Wir werden diese Frage nochmal etwas ausführlicher in einem zukünftigen Artikel beantworten. Aber so viel sei schon jetzt gesagt: die Aufgaben verändern sich und entwickeln sich weiter. Wir haben bei unseren Kunden weltweit die Erfahrung gemacht, dass die Arbeitsbelastung sich zumindest etwas erhöht. Dieses Mehr an Arbeit hängt aber im Wesentlichen davon ab, welche Entscheidungen hinsichtlich der Einrichtung, des Buchtendesigns und bezüglich des Fütterungssystems getroffen werden.

Das Gruppenhaltungsmanagement im Vergleich zur Einzelhaltung im Wartebereich unterscheidet sich zum Beispiel in folgenden Punkten:

  • Der Wechsel vom Inseminations- in den Wartebereich erfordert ein erneutes Umstallen
  • Ein ESF System kann zusätzlichen Anlernbedarf erfordern (bei einem traditionellen ESF System kann deutlich mehr Anlernbedarf bestehen als bei einem das Selbstlernverhalten fördernden intelligenten Futterautomaten wie dem Gestal 3G)
  • Der Umgang mit verletzten oder kranken Sauen
  • Impfung
  • Sauen, die ihre RFID Marke verlieren

Das sieht nach viel Arbeit aus. Aber auch hier sei nochmal erwähnt, dass die meisten Sauenhalter, die erfolgreich auf Gruppenhaltung umgestellt haben, nicht zurück zur Einzelhaltung gehen würden. Die Tiere zeigen ein deutlich anderes Verhalten und scheinen auch einen besseren Gesundheitszustand zu haben, wenn hier die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Weitere Fragen?

In diesem Artikel haben wir die 12 Fragen aufgegriffen, die unserem Team von Sauenhaltern oder anderen Mitgliedern aus der Industrie am häufigsten gestellt werden. Andere Fragen, die Sie interessieren könnten, haben wir vielleicht auch schon in einem unserer älteren Blog Artikel ausführlich beantwortet.

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